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Was sind Glaskörpertrübungen oder Floater?

Menschen mit Glaskörpertrübungen (Floater) haben eine oder mehrere Formen im Sichtfeld. Die Form bewegt sich mit dem Auge in charakteristisch huschender Weise. Je nachdem, wo sich der Floater befindet, stört er mehr oder weniger. An einige Floater kann man sich gewöhnen, andere bleiben unangenehm.

Dass man sich daran gewöhnt, ist nur teilweise wahr. Die meisten Menschen gewöhnen sich tatsächlich daran. Das kann darauf zurückzuführen sein, dass der Floater an eine Stelle ist, an der er nicht stört. Das Gehirn kann Floater teilweise ignorieren, aber das funktioniert nicht, wenn sich ein großer Fleck inmitten des Sichtfelds befindet.

Es ist schwierig, anzugeben, wie ernst die Beschwerden sind. Floater lassen sich nur schwer messen oder fotografieren. Eine praktische Methode ist eine objektive Beschwerdenliste mit Werten von 1 bis 10. Der Wert 1 entspricht ‘gar nicht’, 10 ‘stark’. Diese Floater Severity Score (FSS) ermöglicht es dem Arzt, die Beschwerden zu messen. Generell lassen sich Patienten erst ab dem Wert 5 bis 6 behandeln.

Floater-Simulierungs-App

Floater haben unterschiedliche Erscheinungsformen. Vielen Menschen fällt es schwer, sich vorzustellen, wie sie aussehen. Es gibt eine App, die Sie auf dem Smartphone installieren können. Diese App simuliert, wie eine Person mit Glaskörpertrübungen die Welt sieht. Sie können die App Floaters Simulation von WAYS AS hier herunterladen.

Wieso fühlt man sich von manchen Glaskörpertrübun-gen gestört und von anderen nicht?

Vergleichen Sie Ihr Auge doch mal mit einem Kino. Man hat einen Projektor (durch die Pupille einfallendes Licht) und eine Bildwand (die Netzhaut oder Retina). Das Lichtbündel des Projektors ist im Verhältnis zum Saal (Glaskörper) ziemlich klein. Wenn jemand durch den Saal geht, kann er zwischen Ihnen und der Bildwand gehen (Das stört nur einen kleinen Teil des Publikums.). Er kann auch durch das Projektionsbündel gehen. Das stört alle Anwesende sehr. Bleibt er dann auch noch stehen, ist die Störung enorm. Wenn er sich setzt, stört er nicht mehr. Meidet er das Lichtbündel, nimmt man seine Anwesenheit zwar wahr, jedoch stört er meistens nicht.

Die Bildwand vom Auge (Netzhaut) hat eine ungewöhnliche Zusammensetzung. Man fokussiert mit dem Gelben Fleck (Fovea centralis) im Zentrum der Retina. Er ist etwa einen Quadratmillimeter groß. Die restliche Netzhaut (die Peripherie) ist nicht für die Sehschärfe, sondern für die Wiedergabe der Umgebung da (Sehen Sie sich einen Gegenstand an. Wenn Sie ihn scharf sehen, nehmen Sie zwar die Umgebung wahr, aber nicht scharf.). Faktisch wird also das am schärfsten wahrgenommene Bild auf die 1 Quadratmillimeter große Fovea projiziert. Vergleichen Sie den Floater mit einer Person, die durch den Kinosaal geht. Je nach Position stört der Floater mehr oder weniger. Befindet er sich unmittelbar vor der Fixierung, ist das besonders störend.

Zusätzlich zur Position sind auch Faktoren wie die Größe und Dichte wichtig. Schließlich gibt es auch noch einen persönlichen Faktor. Die Gewöhnung unterscheidet sich von Person zu Person. Wer sich sehr daran stört, kommt für eine Behandlung in Frage.

Wie geht man dagegen vor?

KEINE BEHANDLUNG

Eine spontane Besserung abwarten und sich damit abfinden. Das ist der klassische Rat von Augenärzten. Die meisten Augenärzte raten ab aufgrund der hohen Risiken einer Operation. Ansonsten werden die meisten Augenärzte sagen, medizinische Lasertherapie sei unmöglich (ihnen ist deren Existenz nämlich unbekannt.). In den meisten Fällen genügt es tatsächlich, mehrere Monate abzuwarten. Es fühlt sich so an, als würde man sich daran gewöhnen. Das Gehirn ‚schaltet es aus’ oder der Floater hat sich woanders hinbewegt.

Die Patienten, die die Floater auch nach wenigen Monaten noch sehr stören, können eine Behandlung erwägen.

KONSERVATIVE BEHANDLUNG

Bei manchen Patienten kommen einfache Ratschläge, eine Behandlung mit Augentropfen oder Spezialgläsern gut an. Wir können Sie diesbezüglich eingehend beraten. Diese Option eignet sich jedoch leider nur für einen Teil der Patienten.

FLOATER-LASER

Werden Floater weiterhin als störend empfunden, kann man sich für eine Behandlung entscheiden. Die harmloseste Behandlung ist eine Therapie mit einem YAG-Laser. Synonyme sind: Floater Laser Treatment (FLT), YAG-Floaterectomie, YAG-Vitreolyse und Laser Floater Removal (LFR).

Glaskörpertrübungen lasern lassen reicht in den meisten Fällen aus. Die verzeichnete Erfolgsquote hat einen Bereich von 0% bis 95%. Unsere Reihe des Jahres 2013 wies je nach Floater-Typ eine Erfolgsquote von etwa 50% bis 95% auf. Manche Floater-Typen lassen sich leichter behandeln als andere. Da sich dabei nur selten Komplikationen (<0,1%) ergeben, ist diese Erfolgsquote sehr hoch. Darüber hinaus sind mögliche eintretende Komplikationen nahezu immer ohne Folgen. Jede Behandlung geht jedoch immer mit einem gewissen Risiko einher, gleich wie gering es ist.

VITREKTOMIE

Die wirksamste Behandlung von Glaskörpertrübungen ist eine Operation (Vitrektomie). Der gesamte Glaskörper wird chirurgisch entfernt. Eine Vitrektomie geht jedoch mit einem erheblichen Nachteil einher: ihre Invasivität und das hohe Risiko.

Es können vielerlei Komplikationen eintreten. Am häufigsten kommt es zur Bildung eines grauen Stars (50 bis 100%) und zu Netzhautablösungen (etwa 1 bis 2%). Älteren Studien zufolge lag dieser Prozentsatz bei 2,5 bis fast 10%. Mit moderneren Operationstechniken liegt die Komplikationszahl bei etwa 1%. In umfangreicheren Studien zeigten sich die meisten Probanden mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es gibt aber auch Personen, die aufgrund der nach der Vitrektomie eintretenden Komplikationen fast vollständig erblindeten.

Vorteile Glaskörpertrübungen lasern zu lassen gegenüber Vitrektomie:

  • Selten Komplikationen (0,1% von 2000 Behandlungen)
  • Kurze Genesungsdauer
  • Sehr geringes Risiko Katarakt (Star)
  • Sofortiges Ergebnis
  • Nicht invasiv
  • Hohe Erfolgsquote (bis zu 95%)
  • Ist Lasern erfolgslos, so ist die Vitrektomie eine Zweitoption.

Nachteile Glaskörpertrübungen lasern zu lassen:

  • Nicht immer erfolgreich
  • Meistens mehrere Behandlungen notwendig

Komplikationen:

Eine Struktur, die sich in der Nähe des Floaters befindet, kann getroffen werden. Das Risiko ist sehr gering und hängt von seiner Position ab.

Wann behandeln?

Wenn nach drei Monaten keine Verbesserung eintritt.

Missverständnisse der meisten Augenärzte:

„Weil es viele Menschen nicht stört, muss man sich auch damit abfinden können. Die meisten Menschen können sich daran gewöhnen. Sie also auch.“

„Patienten mit Glaskörpertrübungen sind Nörgler. Finden Sie sich einfach damit ab. Der Nächste, bitte…..“

Wann ist eine Vitrektomie besser?

Für große Floater, Floater nahe der Netzhaut, sehr dicke Floater, sehr breite Floater ist die medizinische Lasertherapie meistens nicht ausreichend. In dem Fall ist eine Vitrektomie die beste Lösung. Es ist gegebenenfalls möglich, floaterbedingte Beschwerden zu verringern.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Manchmal gibt es Patienten mit deutlich sichtbaren Glaskörpertrübungen, deren Beschwerden nach einer scheinbar erfolgreichen Behandlung andauern. In vielen Fällen haben sie dann einen winzigen Floater nahe der Netzhaut. Er wurde anfangs übersehen und ist oft nur dann gut sichtbar, wenn mit einer Kontaktlinse gesehen wird.

Glaskörpertrübungen/Floater

Menschen mit Glaskörpertrübungen (Floater) haben eine oder mehrere Formen im Sichtfeld. Die Form bewegt sich mit dem Auge in charakteristisch huschender Weise. Je nachdem, wo sich der Floater befindet, stört er mehr oder weniger. An einige Floater kann man sich gewöhnen, andere bleiben unangenehm.

Die Behandlung

Sie können in die Augenklinik OMC Amstelland zur Kataraktchirurgie oder zur Behandlung von Augenlicht gehen. Alle Behandlungen finden in Form einer Tagesbehandlung statt und finden in unserer Augenklinik in Diemen statt.

Was kostet es?

Das niederländische Pfletinstitut hat entschieden, dass Floater Laser nicht als versicherte Pflege angeboten werden kann. Deshalb bieten wir diese Behandlung nur als unversicherte Behandlung an. Wir beraten Sie über die beste Behandlung.

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